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Atypische Beschäftigung im Rhein-Erft-Kreis in nur zwei Jahren um 13 % angewachsen

DIE LINKE. kritisiert Befristungen und strukturelle Frauendiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt.

 

Die Zahl der atypisch beschäftigten Arbeitnehmer*innen steigt im Rhein-Erft-Kreis. Darauf verweist DIE LINKE. im Kreistag unter Bezug auf aktuelle Zahlen des Statistikamtes NRW. Waren es im Jahr 2015 rund 38-tausend Menschen, die befristet, in Teilzeit, als Leiharbeitnehmer oder geringfügig beschäftigt wurden, waren es in 2017 bereits 43 Tausend. Es gab damit einen Zuwachs von 5.000 Menschen bzw. 13 % in zwei Jahren. Aktuell ist damit im Kreis fast ein Viertel aller Beschäftigten (23 %) atypisch beschäftigt.

(https://www.it.nrw/sites/default/files/atoms/files/231_18.pdf)

„Dieser Trend muss dringend gestoppt werden,“ fordert Hans Decruppe, der Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Kreistag. „Atypische Beschäftigung heißt nämlich immer auch unsichere Beschäftigung. Gerade junge Menschen, die in ihr Berufsleben einsteigen, sind von Befristung betroffen. Ihnen wird so eine Planung ihrer Zukunft unmöglich gemacht. Und vor allem: Atypische Beschäftigung heißt vor allem strukturelle Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.“ Denn die Zahlen zeigen: 72% der atypisch Beschäftigten im Rhein-Erft-Kreis sind Frauen (absolut: 31.000) und verdienen entsprechend weniger als Männer. „Wenn es um Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen geht, dann muss es insbesondere darum gehen, atypische Beschäftigung zurückzudrängen. Sachgrundlose Befristung gehört deshalb abgeschafft, Leiharbeit drastisch eingeschränkt und perspektivisch verboten sowie geringfügige Beschäftigung muss voll der Sozialversicherung unterworfen werden,“ ist das Fazit von Decruppe.

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