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Energiewirtschaftliches Institut der Uni Köln (EWI) bestätigt Linke: Ende der Kohleverstromung kommt vor 2038

Braunkohlekraftwerk Niederaussem
Braunkohlekraftwerk Niederaussem

„Wir sehen uns bestätigt,“ erklären Peter Singer, Vertreter der Linken im

Braunkohlenausschuss und Hans Decruppe, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.

im Kreistag Rhein-Erft. „Das Ende der Kohleverstromung wird deutlich vor dem Jahr 2038 kommen. Der von der Landesregierung vorgelegte Entwurf der neuen Leitentscheidung für das Rheinische Revier ist reine Makulatur und das

Papier nicht wert. Die CDU/FDP-Landesregierung geht von wissenschaftlich nicht haltbaren Annahmen aus und berücksichtigt nicht die verschärften Klimaziele auf europäischer Ebene.“

Zur Begründung verweisen Singer und Decruppe auf eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI), die gestern veröffentlicht wurde. In der Analyse unter dem Titel: „Auswirkungen einer Verschärfung der europäischen Klimaziele auf den deutschen Strommarkt“ kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Verschärfung des europäischen Klimaziels zu einer frühzeitigen, marktgetriebenen Reduktion der deutschen Stromerzeugung aus Kohle führen könnte. Der europäische Rat hat sich bekanntlich im Dezember darauf verständigt, das Klimaziel der EU für das Jahr 2030 von 40% auf 55% zu verschärfen. In der vom EWI ebenfalls gestern herausgegebenen Pressemitteilung zu dieser Analyse heißt es wörtlich: „Während die Steinkohleverstromung bereits bis zum Jahr 2030 weitgehend zum Erliegen kommen könnte, spielt auch die Braunkohleverstromung nach 2030 nur noch eine untergeordnete Rolle im deutschen Strommix. Das verschärfte Klimaziel der EU könnte marktgetrieben zu einem schnelleren Rückgang der Kohleverstromung führen“, sagt Max Gierkink, Manager am EWI, der die Analyse zusammen mit Konstantin Gruber, Martin Hintermayer und Michael Wiedmann erstellt hat. „Dadurch könnte die Stromerzeugung aus Kohle bereits vor dem geplanten Ausstieg im Jahr 2038 fast vollständig aus dem Markt gedrängt werden.“ Die Analyse der Wissenschaftler geht davon aus, dass der Rückgang der Stromerzeugung aus Kohle neben effizienteren Gaskraftwerken durch einen ambitionierten Ausbau der Windenergie und Photovoltaik kompensiert werde. „Das hat natürliche gravierende Auswirkungen für unsere Region,“ betonen Singer und Decruppe. „Die Politik muss sich endlich dieser Entwicklung stellen, was sie bisher weder in Düsseldorf noch im Kreishaus tut. Der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik muss auch im Kreis ganz anders vorangetrieben werden. Der Strukturwandel kommt wesentlich schneller. CDU, FDP und Grüne können nicht so tun, als hätte man noch Zeit, 10 weitere Jahre zu vertrödeln, um mal zu sehen, was sich dann tut. Klimaschutz und Sicherung der industriellen Zukunft im Rheinischen Revier erfordern ein schnelleres Handeln.“

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