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Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Rhein-Erft legt Auswertung von Anfragen zu Hilfe und Prävention bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Rhein-Erft-Kreis vor

Die erschütternden Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern in Lügde, die im Januar 2019 bekannt wurden, waren für die Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Rhein-Erft Anlass, sich mit der Frage zu befassen, welche Hilfen für betroffene Kinder und Jugendliche und deren Eltern bestehen und welche Maßnahmen der Prävention im Kreis für Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs vorgesehen sind und wie die Praxis der kommunalen Jugendämter und der Kreispolizei in diesen Fällen ist.

Entsprechende Anfragen wurden in den Jugendhilfeausschüssen der Städte gestellt, in denen DIE LINKE. mit Fraktion vertreten ist (Bergheim, Brühl, Frechen, Hürth und Kerpen). Eine weitere Anfrage wurde an den Polizeibeirat auf Kreisebene gerichtet. Die Auswertung der Antworten hat die Fraktion im Kreistag jetzt veröffentlicht (siehe Anhang). Danach ergibt sich ein ziemlich gemischtes Bild. Die Antworten aus den einzelnen Städten, die im Anhang der Auswertung dokumentiert sind, zeigen große Unterschiede bezüglich des Verständnisses dieses Aufgabengebietes, der personellen Ausstattung und Qualifikation in der Prävention und der Reaktion auf sexualisierte Gewalt. „Es lässt sich feststellen, dass die Jugendämter im Bereich der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen noch nicht hinreichend aufgestellt sind,“ erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Hans Decruppe. Es gebe zwar zum Teil Fachkräfte und Präventionsarbeit, gleichwohl noch nicht im ausreichenden Maße. Besondere Defizite sieht Decruppe bei der Kreispolizeibehörde. „Unsere Anfrage an den Polizeibeirat wurde von der Kreispolizei leider völlig unkonkret und zum Teil nichtssagend beantwortet. Das ist für diesen wichtigen Bereich völlig inakzeptabel. Es dürfte dringend notwendig sein, dass der Kreispolizeibeirat die Thematik nochmals aufgreift. Polizeipannen, wie bei den Missbrauchsfällen in Lügde, darf es im Rhein-Erft-Kreis nicht geben.“.

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