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DIE LINKE. im Kreistag Rhein-Erft
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Anfrage der LINKEN im Verkehrsausschuss des Kreistages


Bei der Barrierefreiheit im ÖPNV bestehen im Rhein-Erft-Kreis enorme Defizite. Dies ergibt sich aus der Antwort der Kreisverwaltung auf eine Große Anfrage der LINKEN im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises. Die schriftliche Antwort des Rhein-Erft-Kreises (Drucksache 157/2012 zur Sitzung des Verkehrsausschusses am 25.04.2012) offenbart die teils enormen Defizite im Rhein-Erft-Kreis.
Hierzu erklären der Vorsitzende der LINKEN im Kreistag, Hans Decruppe, und Hannelore Weiland, selbst Rollstuhlfahrerin und derzeit Landtagskandidatin der LINKEN für den Wahlkreis 5 (Rhein-Erft-Kreis I):
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Zu den Protesten gegen das sog. Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anla-gentechnik (BoAplus) erklären der Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald, der Vorsitzende der LINKEN im Kreistag, Hans Decruppe, und der Sprecher der Linken im Braunkohlenausschuss und Mitglied des Regio-nalrates Köln, Peter Singer:
Am Freitag, den 23. März 2012, ruft das Protestbündnis „ausgeCO2hlt“ ge-meinsam mit anderen BürgerInneninitiativen aus dem Rheinischen Braun-kohle-Revier bei der Sitzung des Regionalrats Köln zu einer Demonstration gegen das von RWE in Niederaußem geplante BoAPlus -Braunkohlekraftwerk auf. DIE LINKE unterstützt diese Proteste ausdrück-lich.
„Die Verstromung von Braunkohle ist umwelt- und klimapolitisch ein De-saster und wirtschaftspolitisch rückwärtsgewandt. Das ist Energiepolitik von gestern, die letztlich nur ganz Bestimmten nützt: nämlich den Aktionä-ren von RWE“ sagte hierzu Peter Singer, Sprecher der Linken im Braunkoh-lenausschuss und Mitglied des Regionalrates Köln.
Hans Decruppe, Vorsitzender der LINKEN im Kreistag fügt hinzu: „Für den Rhein-Erft-Kreis wäre es wichtig, endlich die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Region fit zu machen für die Energiewende. Hier braucht es eine Umkehr in der kommunalen Wirtschafts- und Energiepolitik. Auch SPD und Grüne im Rhein-Erft-Kreis, die hierzu keine klaren Worte finden, müs-sen sich da endlich bewegen.“
Der Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald, der in Bergheim sein Bürgerbüro hat, ergänzt: „Bundesumweltminister und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Norbert Röttgen, will die Solarför-derung kürzen, um den großen Energiekonzernen freie Hand zu lassen, in die fossilen Energieträger zu investieren. Das Gegenteil wäre richtig: Nach der Abschaltung von Atomkraftwerken brauchen wir mehr erneuerbare Energieformen, nicht mehr Kohlekraftwerke.“
Weitere Informationen zu den Protesten unter: www.ausgeco2hlt.de
Nachfragen an:
Jonas Bens, Büro Matthias W. Birkwald MdB, Bergheim
Telefon: 0162-9137985
E-Mail: matthias-w.birkwald.wk05@wk.bundestag.de
Tarifforderungen der Gewerkschaften sind berechtigt und verdienen die Unterstützung der Kommunalpolitik

DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft erklärt sich solidarisch mit Beschäftigten im öffentlichen Dienst!
Als einziger Redner hat der Sprecher der LINKEN im Kreistag Hans Decruppe im Rahmen der Haushaltsdebatte im Kreistag am 15.03.12 zu den gewerkschaftlichen Forderungen nach Erhöhung der Verdienste der Beschäftigten Stellung genommen und diese unterstützt. Decruppe hat u.a. wörtlich ausgeführt:
„Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst verdienen nicht nur Anerkennung in Worten sondern auch materiell...
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Für DIE LINKE im Kreistag nahm Hans Decruppe zu drei Punkten Stellung:
1. zum Personalhaushalt.
2. zur Kreisumlage und
3. zur sozialen Ausrichtung des Kreishaushalts am Beispiel des Sozialtickets.
Hier klicken um die komplette Rede aufzurufen...
Gesellschaftsverträge von REVG und WFG Rhein-Erft sind nicht gesetzeskonform
Das Transparenzgesetz wird im Verantwortungsbereich des Rhein-Erft-Kreises nur völlig ungenügend umgesetzt. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Kreisdirektorin Frau Dauber auf eine Anfrage der der LINKEN im Kreistag.
Nach dem zum 31.12.2009 in Kraft getretenen Transparenzgesetz (geregelt in § 108 Abs. 1 Nr. 9 und Abs. 2 der Gemeindeordnung NRW) dürfen sich Gemeinden und über § 53 Abs. 1 der Kreisordnung auch die Landkreise nur dann an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des privaten Rechts (z.B. GmbH) beteiligen, wenn in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen oder Satzungen geregelt ist, dass die Höhe der Vergütungen oder Entschädigungen der Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte oder Beiräte individualisiert, d.h. unter Namensnennung im Anhang zum jeweiligen Jahresabschluss aufgeführt werden.
Mit einer Anfrage vom 07.01.2012 (Drucksache 23/2012) wollte DIE LINKE wissen, wie der Rhein-Erft-Kreis diese gesetzlichen Vorgaben bei seinen Beteiligungsgesellschaften umgesetzt hat. „Das Ergebnis ist enttäuschend und völlig unbefriedigend“, wertet Hans Decruppe die jetzt mit Drucksache 139/2012 vorliegende Antwort der Kreisverwaltung. Insbesondere bei der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVK) und der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft (WfG) ist nicht nachvollziehbar, warum der Kreis die gesetzlichen Pflichten bislang nicht umgesetzt hat. Hier hätte man längst Gesellschafterversammlungen einberufen können und müssen, um die Verträge zu ändern. „DIE LINKE wird hier Druck machen, damit dies geschieht“, erklärt Hans Decruppe. „Schließlich geht es um Transparenz der Vergütungen im öffentlichen Raum, worauf die Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch haben.“ Im Übrigen wird DIE LINKE die Umsetzung des Transparenzgesetzes auch zum Gegenstand von Anfragen in den Raten der Städte im Rhein-Erft-Kreis machen, kündigt Decruppe an: „Ich gehe davon aus, dass auch bei vielen privatrechtlich organisierten Einrichtungen der Kommunen bislang keine hinreichende Umsetzung des Transparenzgesetzes erfolgt ist.“
Nachdem DIE LINKE im Kreistag bereits im vergangenen November ein erfolgreiches Grundlagenseminar zum kommunalen Haushaltsrecht durchgeführt hatte, fand jetzt ein zweiter Teil – bezogen auf den vorliegenden und am 15.03.2012 zu verabschiedenden Kreishaushalt – statt. Mit 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung überaus gut besucht. Der Referent Frank Kuschel, Landtagsagbeordneter aus Thüringen und Dozent für Haushaltsrecht, führte in bewährt kompetenter Manier durch das Seminar.


Aus Anlass der Befreiung des KZ Auschwitz vor 67 Jahren
DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft sowie Vertreter des Kreisvorstandes und von Stadtverbänden DIE LINKE Rhein-Erft haben am 27.01.2012 an der von der SPD Erftstadt veranstalteten Kundgebung
„Demokraten gegen Rechts“
vor dem Rathaus in Erftstadt-Liblar teilgenommen. Anlass waren der 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee sowie rechtsextreme Aktionen in Erftstadt in letzter Zeit. Der Vorsitzende der SPD Erftstadt Uwe Wegner hatte dazu mit den Worten aufgerufen: „Alle Demokraten sind gerade in diesen Zeiten gefordert, ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Weltanschauung von alten und neuen Nazis zu setzen. Wir lassen uns das nicht gefallen, wir stehen auf, wir wehren uns.“
„Wir danken der SPD in Erftstadt für diese Initiative, weil wir nur gemeinsam gegen die braunen Umtriebe, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Hetze gegen anders Aussehende und gegen Andersdenkende bestehen können. Toleranz und Humanität, Achtung der Menschenwürde und Demokratie müssen wir gemeinsam verteidigen“, so Hans Decruppe und betont: „Als LINKE stehen wir in der Tradition des Schwurs von Buchenwald:
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. - Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“


Menschen mit Behinderung müssen öffentliche Verkehrsmittel gefahrlos und problemlos nutzen können

Mit einer Anfrage zum nächsten Verkehrsausschuss des Kreistages am 26.01.2012 unterstreicht die DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft die Forderung nach Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
„Damit die Begriffe Integration und Inklusion nicht Schlagwörter bleiben, muss insbesondere auch demVerkehrsbedürfnis von Menschen mit Behinderung Rechnung getragen werden. Hierzu muss der ÖPNV barrierefrei ausgestaltet werden. Zugleich müssen betroffene Menschen und deren Angehörige wissen,welche Bahnhöfe/Haltestellen und Linien gefahr- und problemlos genutzt werden können“, heißt es zur Begründung der Anfrage. Zu diesem Zweck fordert DIE LINKE in der Anfrage eine Auflistung aller Bahnhöfe, Haltestellen und Verkehrsmittel (Bus- und Bahnlinien), die für Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung geeignet sind.

Anlässlich der 145. Sitzung des Braunkohlenausschusses fand heute am 19.12.2011 eine Protestmahnwache der neugegründeten Initiative "ausgeco2hlt" vor und im Sitzungsgebäude, dem Kreistag in Grevenbroich, statt.
Der Sprecher der Gruppe DIE LINKE im Braunkohlenausschuss, Peter Singer, betonte, dass DIE LINKE. die Forderung der Initiative nach sofortigem Stopp der Pläne zur Errichtung eines neuen Kohlekraftwerkes (BoAplus) in Bergheim-Niederaußem unterstützt. "In den Regionalräten Köln und Düsseldorf sowie im BA haben wir von Anfang an die Meinung vertreten, dass neue Kohlekraftwerke die ökologisch notwendige Energiewende verhindern", so Singer. RWE Power nehme nicht 1,5 Milliarden Euro (!) in die Hand, um ein Kraftwerk zu bauen, welches als sog. „Backup-Kraftwerk“ lediglich „einspeiseschwache Zeiten“ von erneuerbaren Energien abdecke.
Singer: "Hier sollen offensichtlich Fakten geschaffen werden, um Kohle langfristig, d.h. über 2045 hinaus, zu verstromen. Das lohnt sich für RWE-Power nur im Volllastbetrieb über 24 Stunden." Wenn es „energiewirtschaftlicher Lückenfüller" bedürfe, kämen aus Sicht der LINKEN vor allem moderne Gaskraftwerke in Frage, die nicht halb so klimaschädlich seien wie Braunkohlekraftwerke. Meine man es ernst mit einer schnellen Energiewende und mit dem Klimaschutz, so müsse man neue Kohlekraftwerke - und gäben sie sich noch so modern wie BoAplus - verhindern. Angesichts der unkritischen, nur als „RWE-hörig“ zu bezeichnenden Haltung von CDU, SPD und FDP im Braunkohlenausschuss betonte Singer: "BoAplus wird man nicht im Regionalrat oder im Braunkohleausschuss verhindern, dies geht nur über einen breiten Protest in der Bevölkerung.
DIE LINKE steht hier an der Seite der Initiativen und Umweltverbände, die für eine sozial-ökologische Wende eintreten." In diesem Sinne fand vor der Sitzung des Braunkohleausschuss ein freundlicher Meinungsaustausch zwischen der Gruppe DIE LINKE und den Teilnehmern der Mahnwache der Initiative "ausgeco2hlt" statt.
Die Initiatoren des Brühler Bürgerbegehrens „Rathausanbau Steinweg bleibt“ zu Gast der Gruppe DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft


Auf Einladung der Gruppe DIE LINKE im Kreistag referierte am Mittwoch, den 07.12.11, Eckhard Riedel, Vorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt Brühl, zum Thema Bürgerbegehren und Bürgerentscheid gemäß § 26 GO NRW bzw. § 23 KrO NRW.
Konkreter Anlass des Vortrags war der Streit um das Bürgerbegehren in Brühl zum Erhalt des Rathausanbaus am Steinweg. Das Begehren wendet sich gegen den Beschluss der Ratsmehrheit aus CDU, FDP und SPD, den Rathausanbau abzureißen und neu zu bauen. Dieses Bürgerbegehren wurde – was in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist – von der LINKEN in Brühl, konkret von Eckhard Riedel initiiert. Erst danach kamen andere Unterstützer für das Bürgerbegehren hinzu, so insbesondere von Attac in Brühl, aber auch weitere aus der Brühler Bürgerschaft. So war es erfreulich, dass am vergangenen Mittwoch auch der Sprecher des Bürgerbegehrens Harry Hupp sowie die Vertreter von Attac Brühl Frank Milde und Maria Blech begrüßt werden konnten, die in der Diskussion den Vortrag von Eckhard Riedel ergänzten. Nachdem das Bürgerbegehren das erforderliche Unterschriften-Quorum mit rund 4500 Unterstützern übererfüllt hatte, wurde es gleichwohl vom Brühler Rat am 17.10.11 (wiederum von CDU, FDP und SPD) für unzulässig erklärt. Inzwischen liegt jedoch eine rechtliche Stellungnahme der Kommunalaufsicht bei der Bezirksregierung Köln vom 27.10.11 vor, nach der der Beschluss des Brühler Rats vom 17.10.11 gegen geltendes Recht verstößt und das Bürgerbegehren zulässig ist Die Vertreter des Brühler Bürgerbegehrens wehren sich auch gerichtlich. Es wurde inzwischen Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen den Ratsbeschluss vom 17.10.11 erhoben.
Insgesamt ein äußerst spannendes kommunalpolitisches Thema und ein Vortrag, der viele der erschienenen Interessierten ermutigte, Bürgerbegehren als Mittel für „mehr direkte Demokratie vor Ort“ auch in anderen Städten des Rhein-Erft-Kreises oder auf Kreisebene zu nutzen.
Der Vortrag von Eckhard Riedel steht hier zum Download.
Aktuelle Informationen zum Brühler Bürgerbegehren „Rathausanbau Steinweg bleibt“ stehen auf der Webseite der Initiatoren. Hier geht es zur Website...
Wie man ihn liest und worauf es ankommt
So lautete der Titel des Seminars, zu dem die Gruppe DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft am Samstag den 19.11.2011 nach Hürth in die Dr. Kürten-Schule eingeladen hatte. Es war gelungen, einen ausgewiesenen Experten für kommunales Finanzmanagement und Haushaltsrecht als Referenten zu engagieren: Dipl. Verwaltungsbetriebswirt Frank Kuschel (MdL Thüringen).
Daher war es auch nicht verwunderlich ,dass das Seminar sehr gut besucht war und sehr guten Anklang bei den Teilnehmern fand. So stand am Ende des Tages fest, dass es einen „Teil II“ des Seminars geben wird und zwar am 11. Februar 2012 in Bergheim.



Auf ihrer gestrigen Kreisvorstandssitzung vom 8. November 2011 fasste DIE LINKE. einen Grundsatzbeschluss zur Positionierung um die Schließung der Boelcke-Kaserne (siehe Anlage). Hierzu erklären der Kreisvorsitzende, Sascha Jügel, die Sprecherin des Stadtverbands Kerpen, Annetta Ristow, der Vorsitzende der LINKEN. im Kreistag, Hans Decruppe, Stadtverband Kerpen, der Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald: Mehr...
Wohngeldempfänger und Geringverdiener müssen einbezogen werden |
Sozialticket darf nicht mehr als 15 EUR kosten |


DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft ist unzufrieden mit der vorgesehenen Ausgestaltung des Sozialtickets, das auf der nächsten Kreistagssitzung am 13.10.11 beschlossen und zum 01.01.2012 eingeführt werden soll. In einem Antrag zur Kreistagssitzung übt DIE LINKE grundsätzliche Kritik und fordert deutliche Nachbesserungen.
Ein Sozialticket verdiene nämlich nur dann seinen Namen, wenn die Berechtigten – wie Hartz IV-Empfänger/innen – sich das Ticket auch leisten könnten, heißt es in dem Antrag. Es dürfe daher nicht mehr als 15 EUR im Monat kosten.
Bereits in der gestrigen Kreisausschusssitzung verwies der Vertreter der LINKEN, Hans Decruppe, darauf, dass im Nachbarkreis Düren das entsprechende Ticket nur 15 EUR koste und im Kreis Heinsberg 20 EUR. Warum sei das nicht auch in Rhein-Erft möglich? fragte Decruppe die anderen Parteien, die darauf keine überzeugende Antwort wussten.
Ebenfalls verlangt DIE LINKE mit ihrem Antrag, dass auch alle Wohngeldempfänger/innen und Geringverdiener/innen das Sozialticket in Anspruch nehmen können. Nach der Beschlussvorlage der Kreisverwaltung sollen bislang nur Hartz IV-Empfänger/innen, Sozialhilfeberechtigte, Asylberechtigte und Kriegsopfer das Sozialticket erhalten. Wohngeldempfänger/innen und Geringverdiener/innen seien jedoch wirtschaftlich nicht besser gestellt und sozial vergleichbar mit z.B. sog. „Aufstockern“, die neben ihrem geringen Erwerbseinkommen zusätzlich Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) beanspruchen könnten. „Werden diese Personengruppen nicht einbezogen, dann ist das Ungleichbehandlung. Das verletzt den Gleichheitssatz des Grundgesetzes und ist damit auch juristisch angreifbar“, so Decruppe.
DIE LINKE fordert mit ihrem Antrag zugleich, das Sozialticket dauerhaft finanziell abzusichern. Das Land NRW müsse daher zu seiner Verpflichtung stehen, für eine dauerhafte und ausreichende Finanzierung eines Sozialtickets zu sorgen. Die Kreise und kreisfreien Städte seien aus eigener finanzieller Kraft hierzu nicht in der Lage.
Hier geht es zum Antrag zur Kreistagssitzung am 13.10.2011
Hier geht es zur Pressemitteilung vom 7.10.2011
.
Forderungen: Wohngeldberechtigte Bürger/innen und Geringverdiener einbeziehen! Monatspreis nicht über 15 EUR! |
Ratsanträge der Linksfraktionen und Bürgeranfragen zur Unterstützung des Sozialtickets |

Mit Anträgen zu den nächsten Ratssitzungen und mit Bürgeranfragen gemäß der Gemeindeordnung NRW unterstützt DIE LINKE im Kreis die Forderungen nach einem Sozialticket im VRS. So haben die Linksfraktionen in Frechen, Hürth und Wesseling Anträge zur Unterstützung des Sozialtickets in die Ratssitzungen am 27.09.11 (Hürth und Wesseling) sowie zum 11.10.11 (Frechen) eingebracht (s. Anlagen 1 - 3). Gleichzeitig werden in Kerpen und in Bergheim Bürgeranfragen von Mitgliedern der LINKEN zu dem Thema gemäß § 24 GO gestellt (s. Anlagen 4 u 5). Gleichzeitig plant der Kreisverband der LINKEN Flugblattverteilaktionen zum Sozialticket an Bahnhöfen und großen Haltestellen im Kreis. Näheres soll auf der nächsten Kreisvorstandssitzung am kommenden Dienstag beraten werden.
„DIE LINKE in Rhein-Erft zeigt sich mit diesen Anträgen und Aktionen geschlossen und sozialpolitisch aktionsfähig. Diese breite Unterstützung freut uns“, erklärt Hans Decruppe für die DIE LINKE im Kreistag. „Sie hilft uns sehr bei unserer Arbeit im Kreistag Mit den Ratsanträgen wird zudem deutlich, dass wir mit der Beschlussvorlage der Kreisverwaltung, die am 13.10.11 vom Kreistag beschlossen werden soll, nicht zufrieden sind. Sie ist unzureichend.“ DIE LINKE kritisiert, dass zum einen nicht alle Bedürftigen in den Kreis der Berechtigten für das Sozialticket einbezogen werden; so fehlen Geringverdiener und wohngeldberechtigte Bürger/innen als Berechtigte, wie dies in Köln, Bonn oder in Ruhrgebietsstädten der Fall ist. Auch dürfe das Sozialticket nicht mehr als 15 EUR monatlich kosten. Ein Sozialticket verdiene nämlich nur dann seinen Namen, wenn sich die Berechtigten das Ticket auch leisten könnten, so Hans Decruppe, und das sei bei den nach der Verwaltungsvorlage vorgesehenen Tarifen nicht der Fall. Deshalb wird DIE LINKE im Kreistag entsprechende Änderungsanträge zur Verwaltungsvorlage einbringen.
Hier geht es zu den Anträgen:
Antrag Linksfraktion Wesseling
DIE LINKE im Kreistag stellt Anfrage zur Einführung des Sozialtickets im Rhein-Erft-Kreis |

Das Land NRW hat durch Runderlass des Wirtschaftsministeriums vom 08.08.2011 – VI B 4 - Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr erlassen. Danach stellt das Land den kreisfreien Städten und Landkreisen Fördermittel für die Einführung des Sozialtickets 15 Mill. EUR für 2011 und jeweils 30 Mill. EUR für die Folgejahre zur Verfügung. Anträge auf Förderung müssen dabei von den Städten bzw. Kreisen für das laufende Jahr bis spätestens zum 01.10.2011 gestellt werden. Diese Förderung des Sozialtickets gilt sogar ausdrücklich auch für Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept oder Nothaushalt. Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE eine Anfrage zur Einführung des Sozialtickets an den Kreis gestellt. Im Verkehrsausschuss des Kreistages Rhein-Erft, der am 14.09.2011 tagen wird, sollen folgende Fragen beantwortet werden:
1. Welche Maßnahmen hat der Rhein-Erft-Kreis unternommen, um ein Sozialticket entsprechend Ziffer 2. der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Sozialtickets im Öffentlichen Personennahverkehr Nordrhein-Westfalen (Richtlinie Sozialticket 2011 / Rd. Erl. des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW – VI B 4 - vom 08.08.2011) im Rhein-Erft-Kreis einzuführen?
2. Ist gewährleistet, dass der Förderantrag für die dem Rhein-Erft-Kreis nach der Richtlinie Sozialticket 2011 zustehenden Fördermittel fristgerecht vor dem 01.10.2011 gestellt werden wird?
3. Wie soll das Sozialticket im Rhein-Erft-Kreis ausgestaltet werden? Wie hoch soll der Preis/Tarif des kreisweiten Sozialtickets sein?
Zur Begründung der Anfrage erklärt Hans Decruppe für DIE LINKE im Kreistag: „Mobilität ist ein Grundrecht und wesentliche Voraussetzung der Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen, sportlichen wie politischen Leben. DIE LINKE im Kreistag hält es daher für unverzichtbar, dass der öffentliche Personennahverkehr im Rhein-Erft-Kreis so ausgestaltet wird, dass diese Mobilität für alle Menschen unabhängig von ihren wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen gewährleistet wird. Dies ist derzeit jedoch nicht der Fall, da die Preise/Tarife im Verkehrsverbund Rhein-Sieg für Menschen mit geringem Einkommen oder bei Bezug von Sozialleistungen wie Hartz IV usw. nicht erschwinglich sind. So betragen die Ticketpreise des VRS für
a) eine Fahrt von Erftstadt nach Pulheim und zurück 12,25 EUR
b) eine Fahrt von Wesseling nach Bergheim und zurück 12,25 EUR
c) eine Monatsfahrkarte innerhalb von Kerpen 57,40 EUR bzw.
d) als Monatsticket im Abonnement 50,80 EUR.
Diese Tarife sind bei z.B. für Hartz IV-Empfänger/innen und dem derzeitigen Hartz IV-Regelsatzsatz, der für Verkehr lediglich 22,78 EUR monatlich vorsieht, nicht erschwinglich. Die Tarifgestaltung im ÖPNV ist unsozial. Die Einführung eines Sozialtickets in Rhein-Erft ist daher unabdingbar und ein Gebot der Stunde.
Dabei hat das Sozialticket einen nicht unbedeutenden, aber vielfach völlig unterschätzten „Nebeneffekt“: Der ÖPNV wird gestärkt und attraktiver, denn die Busse und Bahnen werden besser genutzt und ausgelastet: Dadurch werden die Einnahmen für die REVK steigen – entgegen allen falschen und inkompetenten Behauptungen. Und damit werden wiederum zugleich die Arbeitsplätze in den Verkehrsbetrieben gesichert. Diese Verbesserung der Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel und der Einnahmesituation wird es aber nur dann geben, wenn das Sozialticket für die Berechtigten erschwinglich ist.
Deshalb darf das Sozialticket nach unserer Forderung nicht mehr als 15 EUR kosten. Alles andere ist kontraproduktiv, denn das können sich Hartz IV-Empfänger/innen und andere Sozialleistungsberechtigte, wie z.B. Kleinrentner/innen und wohngeldberechtigte Menschen nicht leisten. Das Sozialticket verbindet damit soziale Politik mit wirtschaftlicher Vernunft. "Das will DIE LINKE", so Decruppe abschließend.
LINKEN-Politiker im Rhein-Erft-Kreis solidarisieren sich mit den Anliegen der Teilnehmer_innen des Klimacamps 2011! |
Anlässlich ihres Besuches auf dem Klimacamp 2011 in Kerpen- Manheim erklären der LINKE-Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald, der Vorsitzende der LINKEN im Kreistag Rhein-Erft, Hans Decruppe und der Vorsitzende der LINKEN im Braunkohleausschuss des Regionalrats Köln, Peter Singer: Wir unterstützen ausdrücklich die Aktion „Klimacamp 2011“, die von vielen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen und Netzwerken durchgeführt wird. Besonders hervorzuheben ist, dass junge Menschen die Gelegenheit nutzen, nach eigenen Angaben „Möglichkeiten für einen Lebensstil jenseits der Wachstums- und Konsumlogik spürbar und erlebbar“ zu machen. Dieses politische Engagement verdient in jedem Falle Unterstützung.
Hinzu kommt, dass im Rahmen des Klimacamps Forderungen thematisiert werden, die auch DIE LINKE. erhebt. Klar ist: Die Zukunft der Energiepolitik gehört den erneuerbaren Energien und nicht der Kohleenergie. Größere Investitionen in die Kohle, jeder weiß das, sind klimapolitisch und wirtschaftlich nicht mehr verantwortbar. Nicht zuletzt deshalb hat sich DIE LINKE. im Rhein-Erft-Kreis mehrfach dafür stark gemacht, endlich mit dem überfälligen sozialökologischen Umbau in der Region zu beginnen. Als traditionelles Braunkohlerevier muss der Kreis Vorsorge treffen. Anderenfalls wird in Kauf genommen, die zahlreichen Arbeitnehmer_innen in der Branche zukünftig im Regen stehen zu lassen. Aber Klimapolitik ist nicht nur von regionaler, sondern von weltweiter Bedeutung. Wir begrüßen es sehr, dass das Camp die Stichworte Energiesouveränität und Klimagerechtigkeit besonders betont. Der bezahlbare Zugang aller Menschen zu Energieversorgung ist eine der wichtigstes sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts. Teil dieser Gerechtigkeitsfrage ist auch die demokratische Souveränität über die Erzeugung von Energie. Energieriesen wie RWE sind unkontrollierbar und konzentrieren in gefährlicher Weise wirtschaftliche und auch politische Macht. Deshalb sind besonders die Kommunen gefragt, die Energieversorgung und -erzeugung wieder in die eigene Hand zu nehmen. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Wille der Menschen vor Ort bei der Art der Erzeugung und auch bei den Preisen berücksichtigt wird. Die Poltiker der LINKEN besuchten auf dem Klimacamp einen Workshop zum Thema „Klimaschutz in der Kommune – Praktische Handlungsmöglichkeiten
DIE LINKE im Kreistag fordert erneut: |
Sozialticket in Rhein‐Erft sofort einführen! |

DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft hat ihre Forderung nach sofortiger Einführung eines Sozialtickets imVerkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erneuert.
Noch am 19.05.2011 hatte die Mehrheit des Kreistageseinen Antrag der Linken abgelehnt, Kinder aus Hartz IV-Familien beim sog. SchülerTicket vom Eigenanteil von 12 EUR monatlich freizustellen (s. den Antrag der LINKEN vom 11.05.2011 –Anhang).
„Nachdem nunmehr das Land NRW durch Runderlass vom 08.08.2011 Richtlinien über die Gewährungvon Zuwendungen zur Förderung des Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr erlassen hat,gibt es auch im Rhein-Erft-Kreis keine billigen Ausreden mehr, die Einführung des Sozialtickets weiterzu verweigern“, erklärt Hans Decruppe für DIE LINKE im Kreistag. Nach dem erwähnten Runderlass des Wirtschaftsministeriums NRW – VI B 4 – stellt das Land NRW den kreisfreien Städten und Landkreisen Fördermittel für die Einführung des Sozialtickets i.H.v. 15 Mill. EURfür 2011 und von 30 Mill EUR für die Folgejahre zur Verfügung. Anträge auf Förderung müssen dabeivon den Städten bzw. Kreisen für das laufende Jahr bis spätestens zum 01.10.2011 gestellt werden. Diese Förderung des Sozialtickets gilt ausdrücklich auch für Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept oder Nothaushalt.
Das Sozialticket soll nach der Forderung der LINKEN allen Personen zustehen, die Sozialleistungen beziehen (also insbesondere Hartz IV oder Sozialgeld, Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Leistungen als Asylberechtigte usw.) und auch für Personen gelten, die derart geringe Einkommen erzielen, dass sie wohngeldberechtigt sind.
„Sollte der Kreistag Rhein-Erft sich weiterhin beharrlich weigern, die Einführung eines Sozialtickets auf Kreisebene zu unterstützen und sollte die entsprechende Förderung vom Kreis für dieses Jahr nicht fristgerecht beantragt werden, so wird DIE LINKE das Thema Sozialticket zu einer flächendeckenden politischen Kampagne im Rhein-Erft-Kreis machen“, kündigt Decruppe an. „Wir werden deshalb auf der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Kreistages am 14.09.11 einen entsprechenden Antrag einbringen. Dabei werden wir weiterhin großen Wert darauf legen, dass das Sozialticket so ausgestaltet wird, dass Kinder aus einkommensschwachen, insbesondere aus Hartz-IV-Familien vom Eigen anteil beim sog. SchülerTicket ausgenommen werden. Wenn sogar Kommunen mit Nothaushalt das Sozialticket einführen können, dann erst Recht ein Kreis, der immer betont, schuldenfrei zu sein. Alles andere wäre ein sozialpolitischer Skandal!“
Hier geht es zum Antrag vom 19.05.2011
Downloaden Sie die Pressemitteilung hier...
CDU, SPD, Grüne und FDP im Kreistag lehnen Antrag der LINKEN ab: |
Auch Kinder aus Hartz IV-Familien sollen Eigenanteil für das SchülerTicket zahlen |


DIE LINKE im Kreistag ist maßlos enttäuscht darüber, dass alle Fraktionen – CDU, SPD, Grüne und FDP – auf der gestrigen Sitzung des Kreistages den Antrag abgelehnt haben, dass sozialpolitisch begründete Ausnahmen von der Zuzahlung zum SchülerTicket gemacht werden.
Diese Zuzahlung soll 12 EUR pro MonatsTicket betragen. „Wir halten es für sozial ungerecht und nicht zumutbar, wenn Kinder aus sozial benachteiligten Familien hier einen Eigenanteil zum SchülerTicket zahlen sollen“, begründet Hans Decruppe für DIE LINKE den Antrag. „Wie sollen Schüler/innen bzw. deren Eltern, die keine oder derartig geringe Einkommen beziehen, dass sie berechtigt sind, Sozialleistungen (nach dem SGB II, SGB XII, WoGG, etc.) zu erhalten, dies denn aufbringen.“ Zwar sei bei den Hartz IV-Sätzen auch ein Betrag für Aufwendungen für Verkehr vorgesehen. Der betrage aber z.B. für 15-järige Schüler/innen gerade mal 12,62 EUR monatlich. Wenn der Eigenanteil zum SchülerTicket „einkassiert“ würde, bliebe diesen Jugendlichen nur noch ein Rest von 62 Cent für sonstige Verkehrsbedürfnisse. „Wäre das nicht so beschämend, wäre es ein schlechter Witz.“
Nicht nachvollziehbar sei insbesondere die Haltung von SPD und Grünen im Kreis. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung in Düsseldorf hätten SPD und Grüne im Juli 2010 vereinbart: „Gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen: Sozialticket für NRW. Für die einkommensschwächsten Bürgerinnen und Bürger gibt es in einigen Städten und Kreisen unseres Landes das Angebot für ein Sozialticket. Durch steigende Fahrpreise und eine Ausdünnung der Bus- und Bahnangebote werden immer mehr Menschen in diesem Land von der Nutzung des ÖPNV und damit auch von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen. Kurzfristig werden wir deshalb die Initiative ergreifen und die flächendeckende Einführung von Sozialtickets in den jeweiligen Zweckverbänden des Landes unterstützen.“
„Wenn es aber vor Ort – wie in Rhein-Erft – beim SozialTicket konkret werden soll, dann flüchten sich SPD und Grüne unter Vorwänden in die Büsche“, kritisiert Hans Decruppe die Haltung. Dann dürfe man angeblich einer landesweiten Regelung nicht vorgreifen (so die Grünen im Kreistag) oder man dürfe im Kreis keine sozialen Regelungen treffen, die besser seien als die Regelungen in den kreisangehörigen Kommunen (so die SPD). DIE LINKE im Kreistag wird das Thema jedoch konsequent weiterverfolgen und deshalb auch den Infotag für ein NRW-weites Sozialticket am 26.05.2010 unterstützen.
LINKE im Kreistag lehnt Haushalt 2011 ab |
Kritische Haushaltsrede von Hans Decruppe |

„... Völlig ausgeblendet in Ihrer Rede – Herr Landrat – haben Sie die Erwerbslosen und Geringverdiener im Kreis und deren soziale Situation. … Und zu diesem Problemkreis der sozialen Spaltung, der Erwerbslosigkeit und nachhaltig zementierten Armut sagen Sie leider nichts. … bleibt uns nur, auf die genannten sozialen Defizite der Zielplanung hinweisen. Die Koordinaten ihrer Zielplanung stimmen nicht, Herr Landrat, und daher werden wir als LINKE dem Kreishaushalt nicht zustimmen.
Hier geht es zur Haushaltsrede von Hans Decruppe
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Antrag der LINKEN an den Kreistag am 19.05.11: |
Kinder aus Hartz IV‐Familien sollen keinen Eigenanteil für das SchülerTicket zahlen |


DIE LINKE hat zur nächsten Sitzung des Kreistages Rhein-Erft einen Änderungsantrag zum
vorgesehenen SchülerTicket eingebracht. Danach sollen keine Zuzahlungen zu den Monatsfahrkarten geleistet werden, wenn die Schülern/innen bzw. deren Eltern keine oder derartig geringe Einkommen beziehen, dass sie berechtigt sind, Sozialleistungen (nach dem SGB II, SGB XII, WoGG, etc.) zu erhalten. Der Kreisausschuss hatte sich zuvor auf seiner Sitzung am 05.05.2011 dafür ausgesprochen, ein SchülerTicket mit einen von den Schülern/innen zu tragenden Eigenanteil von 12 EUR einzuführen.
„Wir halten es für sozial ungerecht und nicht zumutbar, wenn Kinder aus sozial benachteiligten
Familien hier einen Eigenanteil zum Schülerticket zahlen sollen“, begründet Hans Decruppe den Antrag.
Insbesondere für Schüler/innen aus Hartz IV-Familien macht sich der Antrag stark. So heißt es in der Begründung: „Die Regelleistungen nach dem SGB II sind völlig unzureichend. Darauf haben die Sozial-und Erwerbslosenverbände in ihren Stellungnahmen wiederholt hingewiesen. Insbesondere auch die Ansätze für Aufwendungen für Verkehr in § 6 Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz (RBEG) – z.B. 12,62 EUR für 15-järige Schüler/innen – reichen nicht aus. Sie tragen den Mobilitäts- und Verkehrsbedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerade in einem Flächenkreis wie dem Rhein-Erft-Kreis nicht Rechnung.So wird nicht ansatzweise berücksichtigt, dass diese Position des Regelbedarfs von den Kindern/Jugendlichen z.B. auch genutzt werden muss, um für ein eigenes Fahrrad oder dessen Reparatur zu sparen oder z.B. einen Verwandtenbesuch in weiterer Entfernung durchzuführen.“ Dann könne das Geld nicht gleichzeitig für den Eigenanteil eines Tickets verbraucht werden.
Für Decruppe wäre diese Regelung zudem „ein erster wichtiger sozialpolitischer Schritt hin zu einem notwendigen Sozialticket für alle Menschen mit geringem Einkommen und Ansprüchen aufSozialleistungen im Rhein-Erft-Kreis“.
Hier geht es zum gestellten Antrag an den Kreistag.
RWE-Power knickt vor Bürgerprotest ein |
Rücknahme des Antrags auf Müllmitverbrennung in Hürth-Berrenrath |


Als „großen gemeinsamen Erfolg der Protestbewegung der umweltbewussten Bürger/innen, Initiativen und Parteien in Rhein-Erft“ werten Hans Decruppe (DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft) sowie Peter Singer (DIE LINKE im Regionalrat Köln) die heute bekannt gewordene Entscheidung von RWE-Power, ihren Antrag zur dauerhaften Müllmitverbrennung im Kohlekraftwerk Hürth-Berrenrath (Ville) zurückzuziehen. DIE LINKE in Rhein-Erft war an diesen Protesten frühzeitig aktiv beteiligt, u.a. mit einer gut besuchten Bürgerinformation der Kreistagsgruppe am 31.03.11 in Hürth, und hatte die betroffenen Bürger/innen aufgerufen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, Einwendungen bei der zuständigen Bezirksregierung zu erheben.
„Die Vielzahl der Einwendungen und die gemeinsame, am Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Anwohner orientierte einstimmige Haltung von CDU, SPD, Grüne, FDP und DIE LINKE im Kreistag hat offensichtlich seine Wirkung auf RWE-Power nicht verfehlt,“ so Hans Decruppe. „DIE LINKE wird auch weiterhin aktiv und engagiert für Umweltbelange in Rhein-Erft eintreten, wie u.a. bei der Forderung nach Stopp der Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus. Diese Forderung haben wir im letzten Jahr in den Kreistag eingebracht und die Forderung wurde jetzt von den Grünen übernommen und hat erfreulicher Weise bereits die Unterstützung von CDU und FDP im Umweltausschuss des Kreistages erfahren. Wir hoffen, dass sich auch die SPD hier noch anschließen wird,“ so Hans Decruppe abschließend.
Viele besorgte Bürger besuchten Informationsveranstaltung |
RWE plant die größte Müllverbrennungsanlage Europas in Hürth-Berrenrath |

Weit mehr als 50 Bürger(innen) besuchten den Informationsabend im Hürther Bürgerhaus am Donnerstag den 31.03.2010. DIE LINKE. im Kreistag Rhein-Erft hatte den Sachverständigen Dipl. Ökologen Klaus Koch vom Hamburger Umweltnetzwerk eingeladen auf die Pläne des Energieriesen RWE einzugehen, Müll und Klärschlamm in den Braunkohlekraftwerken in Hürth-Berrenrath und Frechen mitzuverbrennen.
"Sollte diese Müllverbrennungsanlage realisiert werden, ist mit gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt zu rechnen", so resümiert Hans Decruppe für DIE LINKE. nach dem äußerst kompetenten Vortrag Kochs.
Von rechts: Hans Decruppe, Peter Singer und Klaus Koch
"So ist beantragt bis zu 720.000 Tonnen Müll zu verbrennen. Das wird wohl auf viele, viele LKW-Anlieferungen für Hürth hinauslaufen. Der Straßenverkehr wird extrem zunehmen und die Lärm-Emmissionen durch Verkehr und Aufbereitung des Mülls ebenfalls." Hier geht es zur Präsentation von Dipl. Ökologen Klaus Koch....
Mit dem hier hinterlegten Formular können Bürger Widerspruch gegen das Müllmitverbrennen beim Regierungspräsidenten einlegen. Zum Formular...
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FDP und Freie Wähler scheitern! |
DIE LINKE bleibt in den Fachausschüssen des Kreistages mit Stimmrecht vertreten |

Der maßgeblich von der FDP und den Freien Wählern betriebene Versuch, die Fachausschüsse des Kreistages aufzulösen, damit DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft wegen des Verlustes ihres Fraktionsstatus auch ihre verbliebenen stimmberechtigten Mitglieder in diesen Ausschüssen verliert, ist in der gestrigen Sitzung des Kreistages gescheitert.
„Das war eine Beerdigung erster Klasse und eine politische Blamage für die Kreistagsmehrheit“, kommentiert Hans Decruppe für DIE LINKE das Geschehen. Zunächst stellen die Freien Wähler einen Antrag, den Punkt „Auflösung und Neubesetzung der Fachausschüsse“ auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung am 10.03.11 zu setzen. Da die Freien Wähler jedoch nur Gruppe im Kreistag sind und keine Fraktion und aus diesem Grund nach der Kreisordnung nicht berechtigt sind, Anträge zur Tagesordnung zu stellen, kam ihnen die FDP-Fraktion schnell und bereitwillig zur Hilfe und übernahm den Tagesordnungsantrag. Die FDP war es dann auch, die maßgeblich die anderen Fraktionen von CDU, Grünen und SPD motivierte, einen Antrag auf Ausschussneubildung mit zu unterzeichnen. Dieser Antrag stand jedoch juristisch auf äußerst hohlen Beinen, denn zwischenzeitlich hatte die Kreisverwaltung eine fundierte Stellungnahme erarbeitet, in der klargestellt wird, dass nach der geltenden Rechtslage, der Kreisordnung NRW und der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts überhaupt keine zwingende Notwendigkeit besteht, aufgrund der Auflösung der Fraktion DIE LINKE auch die Ausschüsse im Kreistag aufzulösen und neu zu bilden.
Gleich zu Beginn der Sitzung stellte daher auch Hans Krings, der Fraktionsvorsitzende der SPD, klar, dass er seine Unterschrift unter den gemeinsamen Auflösungsantrag der Fraktionen zurückziehe, weil ihn die Stellungnahme der Verwaltung juristisch überzeugt habe. Um das Gesicht nun nicht vollends zu verlieren, beantragte die FDP daraufhin, den Antrag auf Auflösung der Ausschüsse auf die Kreistagssitzung am 21.07.2011 zu vertagen und bis dahin eine Auskunft der Kommunalaufsicht bei der Bezirksregierung in Köln einzuholen, ob denn die Rechtsauffassung der Kreisverwaltung richtig sei. Dieser Antrag wurde dann mit den kreistagsüblichen Jamaika-Stimmen von CDU, FDP und Grünen angenommen.
Hans Decruppe hat rechtlich keine Zweifel, dass die Kommunalaufsicht die Rechtsauffassung der Kreisverwaltung bestätigen wird. „Damit wird DIE LINKE im Kreistag auch zukünftig und über den 21.07.2011 hinaus mit Mitgliedern bzw. sachkundigen Bürgern/innen und mit Stimmrecht in den Fachausschüssen des Kreistagstages vertreten sein“, ist sich Hans Decruppe sicher: „Und dies zum großen Ärger insbesondere von FDP und Freien Wählern.“
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Keine Müllverbrennung durch RWE‐Power in Hürth‐Berrenrath und Frechen! |


DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft und im Regionalrat Köln lehnen die geplante dauerhafte Müllmitverbrennung in den Kohlekraftwerken Hürth-Berrenrath (Ville) und Frechen (Wachtberg) grundsätzlich ab, erklären Hans Decruppe für die Kreistagsgruppe und PeterSinger, der DIE LINKE im Regionalrat Köln und als sachkundiger Bürger im Umweltausschussdes Kreises vertritt. Singer betont, dass Braunkohlekraftwerke die bestehenden, mit hochwertiger Technik versehenen reinen Müllverbrennungsanlagen (MVA) nicht ersetzen können. Bereits heute wird Müll importiert, nur damit die bestehenden MVA ausgelastet sind. WeitereVerbrennungskapazitäten führen lediglich zu noch mehr umweltschädlichem Mülltourismus. Die vorhandenen MVA unterbieten auf Grund der hohen Verbrennungstemperaturen diegesetzlichen Schadstoffparameter der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) bei weitem. Diese Werte können und werden in Braunkohlekraftwerken nie erreicht werden. Im Übrigen umgeht RWE-Power durch eine Mitverbrennung von Müll in Kraftwerken denKauf von teuren CO²-Zertifikaten. Die Verbrennung von Klärschlamm, PCB-belastetem Material wie behandeltem Altholz oder Ölen und Fetten soll mit einer Mindesttemperatur von 740° C erfolgen. Zur Zersetzung der beim Verbrennungsprozess entstehenden hochgiftigen Dioxine und Furane wird jedoch eine Mindesttemperatur von 850° C (wie in bestehenden MVA) benötigt. Außerdem besteht die Gefahr der Freisetzung großer Mengen nicht neutralisierter Salzsäure.
Es ist unverantwortlich die Bevölkerung in der Region einer solchen Belastung auszusetzen,nur damit RWE Kosten sparen kann. DIE LINKE begrüßt und unterstützt daher die Proteste der Bevölkerung in Hürth und Frechen, so Singer und Decruppe in ihrer Stellungnahme.
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Kreuz und quer - geht nicht mehr! |
Jeder Transport ist ein unkalkulierbares Risiko und Ahaus kein Endlager |
Ein breites Bündnis aus Linken, Grünen und Bürgerinitiativen aus Jülich und Ahaus machten am Sonntag den 30.01.2011 ihrem Unmut über den eventuellen Transport von 152 Castor-Behältern, mit hochgiftigen Atommüll, in das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland Luft.
Die Demonstration startete um 14:00 Uhr an der Haltestelle Forschungszentrum. Von dort setzten sich die ca. 600 Teilnehmer dann mit Sirenengeheul, Pfiffen, Transparenten und Castorenatrappen auf den Weg zum Forschungszentrum.
Viele prominente Politiker wie der Linke Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, Landessprecherin Olivia Schwabediessen, stellv. Landessprecher Thies Gleiss, Kreistagsabgeordneter Hans Decruppe, die Sprecher der DIE LINKE.Rhein-Erft Jutta Decruppe-Fiebig und Sascha Jügel und viele LINKE unterstützten aktiv die Anti-Atom-Demonstration. Rote Fahnen wehten für eine Welt ohne Atomkraftwerke und für erneuerbare Energien.
Die Tatsache das es kein Endlager für den Atommüll gibt und das wir unseren Kindern und Kindeskinder die strahlenden Probleme auf Jahrtausende hinterlassen, ließ die Demonstranten in Einigkeit aufschreien:„Abschalten, abschalten, sofort abschalten!“
Mitglied der Gruppe DIE LINKE.im Kreistag Rhein-Erft Hans Decruppe: „Dies war eine Veranstaltung die genau unserem Antrag im Kreistag Rhein-Erft entsprach. In diesem haben wir die Forderung formuliert, dass die Castoren in Jülich verbleiben sollen.“
Hier geht es zur Gallerie "Anti-Atomkraft-Demontration in Jülich am 30.01.2011"
Hier geht es zum Antrag http://www.die-linke-im-kreistag-rhein-erft.de/?id=40521
Hier geht es zur Aktionssite: Stop westcastor
„Keine Castortransporte von Jülich nach Ahaus!“ |
Komm zur Anti-Atom-Demonstration am 30. Januar in Jülich |


DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft und im Regionalrat Köln haben sich erfreut über die Haltung von SPD und Grünen in der NRW-Landesregierung gezeigt, den Transport von Atommüll aus Jülich (der Reaktorruine im Forschungszentrum) in das Zwischenlager in Ahaus abzulehnen. Nach dem Kabinettbeschluss in Düsseldorf sollen die Brennelemente in Jülich bleiben, bis ein Endlager zur Verfügung steht.
„Das entspricht exakt der Position der LINKEN im Kreistag“, erklärte Hans Decruppe für DIE LINKE im Kreistag. DIE LINKE habe dort das Thema wiederholt auf die Tagesordnung gesetzt, so mit dem Beschlussantrag der Linksfraktion vom 23.06.2007, in dem gefordert wurde:
„Der Rhein-Erft-Kreis lehnt Atommülltransporte aus dem atomaren Zwischenlager in Jülich ab. Stattdessen wird die Verwaltung aufgefordert, bei allen Genehmigungsbehörden darauf hinzuwirken, dass ein atomares Zwischenlager mit dem nach heutigem Stand der Technik höchstmöglichen Maß an Sicherheit am jetzigen Standort errichtet wird.“
Diese Forderung habe leider keine Mehrheit gefunden und ärgerlicher Weise auch keine Unterstützung bei der SPD-Fraktion im Kreistag bzw. im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Kreisentwicklung und Energie (UKE). „Die SPD im Kreistag Rhein-Erft ist umweltpolitisch rückständig und steht mit ihrer Position im Widerspruch zur eigenen Landesregierung“, so Peter Singer, der DIE LINKE im Regionalrat Köln sowie im UKE-Ausschuss des Kreistages vertritt.
Erfreulich sei auch, so Hans Decruppe, dass sich in Jülich inzwischen ein breites überparteiliches Bündnis gebildet habe, dass für kommenden Sonntag, den 30. Januar zu einer Demonstration vor dem Forschungszentrum in Jülich aufrufe, um gegen die beabsichtigten Atommülltransporte aus Jülich nach Ahaus zu protestieren.
DIE LINKE in Rhein-Erft unterstützt diese Demonstration ausdrücklich und ruft zur Teilnahme an der Demo auf, wie auf der gestrigen Sitzung des Kreisvorstandes in Kerpen betont wurde.
Ein solches Anti-Atom-Bündnis wie in Jülich werde auch für Rhein-Erft angestrebt, so Decruppe und Singer in ihrer Stellungnahme.
„Sozialbetrug an Erwerbslosen und den Kommunen“ |
| Bei Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze soll Warmwasser gestrichen werden |

Finanzielle Mehrbelastungen drohen auch für den Rhein-Erft-Kreis.
DIE LINKE: Parteien im Kreistag sollen sich gegen diese unsoziale Politik wehren. „Das neue Jahr fängt für die Erwerbslosen und die Kommunen ja gut an", so kommentiert Hans Decruppe für DIE LINKE im Kreistag die von der CDU/FDP-Bundesregierung vorgesehene Neuberechnung der Hartz-IV-Regelsätze. Bislang wurde Langzeit-Erwerbslosen noch zugestanden, dass sie für 6,47 EUR im Monat warm duschen konnten. Dieser Betrag wurde – wie sich jetzt herausstellte – von der Bundesregierung aus dem Hartz-IV-Regelsatz gestrichen.
Warmwasser zählt aber rechtlich zweifelsfrei zum Existenzminimum. „Die Nichtberücksichtigung von Warmwasser bei den Hartz-IV-Sätzen ist daher ein Skandal – ein Sozialbetrug an den Erwerbslosen", so Hans Decruppe. Es sei gleichzeitig ein „sozialpolitischer Taschenspielertrick, um den Bund von Sozialausgaben zu entlasten – zu Lasten der Kommunen." Die Folge werde nämlich sein, dass die Kosten für Warmwasser dann über die Wohn- und Heizkosten gedeckt werden müssten. Aber für diese sog. Kosten der Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern (KdU) müssen die Kommunen aufkommen, also die kreisfreien Städte und Landkreise. Also drohen damit auch dem Rhein-Erft-Kreis erhebliche finanzielle Mehrbelastungen, wenn die Bundesregierung mit ihren Tricks durchkommen sollte. Es könne nicht sein, dass der Rhein-Erft-Kreis draufzahlen muss, weil die Bundesregierung ihrer sozialstaatlichen Verpflichtung nicht nachkommt, für auskömmliche und existenzsichernde Leistungen für Langzeiterwerbslose zu sorgen. Deshalb fordert Hans Decruppe, dass sich die Parteien im Kreistag geschlossen gegen diese Verschiebung von Sozialausgaben zu Lasten des Rhein-Erft-Kreises zur Wehr setzen. „Wer sich nicht dagegen wehrt, akzeptiert diesen Sozialbetrug!", so DIE LINKE.
Für ein selbstbestimmtes Leben und eine soziale Gesellschaft |

DIE LINKE. im Kreistag Rhein-Erft hatte Fraktionvorsitzenden Wolfgang Zimmermann zu Gast
Der Mensch stand im Mittelpunkt bei einem Informationsgespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der Linksfraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen Wolfgang Zimmermann, der zu Gast der LINKEN im Kreishaus in Bergheim war.
Im ersten Teil – ab 17 Uhr - waren hierzu Bürger und Vertreter aus Sozial- und Behindertenvereinen eingeladen. Die Kreistagsabgeordnete Ursula Gossmer eröffnete die Veranstaltung. Schnell entwickelte sich eine rege Diskussion zur Situation der Bürger/innen mit Handicap und ihrer schwierigen Situation, dass keine geeigneten Arbeitsplätze durch die Unternehmen bereitgestellt werden. Das Gegenteil sei sogar eingetreten, denn die gesetzliche Quote von Behindertenarbeitsplätzen sei von 6% auf 5% abgesenkt worden. Erschwerend komme hinzu, dass Unternehmen weniger oder gar keine Behindertenarbeitsplätze einrichten und lieber eine Abgabe von 125 € monatlich an das Arbeitsamt zahlen.
Wolgang Zimmermann resümiert:“Öffentliche Daseinsvorsorge gehört nicht in die die Hand privater Unternehmen.“
Wolfgang Zimmermann regte an, behinderte Menschen konsequent in die Planung und Organisation von städtischer Infrastrucktur einzubeziehen, da letztendlich allein behinderte Menschen die richtige Sicht auf die Probleme und ihre Bedürfnisse haben können.
Thema des 2. Teils – ab 19 Uhr - war vornehmlich die aktuelle Politik auf Landesebene. Der Fraktionsvorsitzender W. Zimmermann gab einen kurzen Rückblick auf die Jahre 1995 – 2005. In dieser Zeit sei bereits unter SPD und Grünen drastischer Sozialabbau erfolgt, wie das Streichen von 10000 Stellen im öffentlichen Dienst, die Kürzung von Weihnachtsgeld, Mittel für Frauenhäuser usw.. Die NRW SPD und Grünen hätten damals Hartz4 verhindern können. Die darauf folgende CDU/FDP-Landesregierung unter Rüttgers hätte dann die Mitbestimmung im öffentlichen Dienst massiv eingeschränkt. Was die momentane Situation im Landtag anginge sagte W. Zimmermann, DIE LINKE. Orientiere sich nur an den Inhalten im Parlament. Daher käme in Bezug auf die Abstimmung über den Nachtragshaushalt nur eine Enthaltung in Betracht. Zwar nehme die „rosa-grüne“ Landesregierung unter Kraft keinen Sozialabbau und auch keinen Personalabbau im öffentlichen Dienst vor, aber die Forderungen der LINKEN nach sofortiger Abschaffung der Studiengebühren und der Einstellung von zusätzlichen Steuerprüfern für Betriebsprüfungen der Unternehmen werde von den Fraktionen von SPD und Grünen wohl abgelehnt werden. - Diese Situation sei nur gegeben, weil DIE LINKE im Landtag als aktive Opposition säße; allein durch ihre Existenz wirke DIE LINKE für soziale Politik., so Zimmermann.
Linksfraktion Rhein-Erft wird im Kreistag als „Gruppe DIE LINKE“ weiterarbeiten |

Austritt von Dedecke aus der Fraktion als Befreiung angesehen – Dedecke hatte offensichtlich Angst vor Vertrauensabstimmung auf Kreismitgliederversammlung
Als letzten Schritt und logische Konsequenz aus seinem massiv parteischädigenden Verhalten werteten die gestern tagenden Mitglieder der erweiterten Linksfraktion im Kreistag den Schritt von Willi Dedecke, die Fraktion unter Mitnahme seines Mandats zu verlassen. Dedecke hatte gestern seinen Austritt aus der Linksfraktion erklärt. Viele Anwesende auf der gestrigen Fraktionssitzung beschrieben in der Aussprache die Situation ausdrücklich als „Befreiung“. Der Weggang eines unpolitischen Quertreibers und Intriganten sei kein Verlust, sondern mache den Weg jetzt frei für einen Neuanfang für linke kommunalpolitische Arbeit auf Kreisebene.
Auch der Fraktionsvorsitzende Hans Decruppe bewertete in der Sitzung den Schritt von Dedecke als das „Ende einer menschlich und politisch nicht länger erträglichen Situation, die die Arbeit der Fraktion nur gelähmt habe.“ Dedecke habe in der Presse mit persönlichen Angriffen gegen ihn und nachweislichen Lügen ständig für Negativschlagzeilen gegen DIE LINKE gesorgt aber andererseits keinen einzigen inhaltlichen Beitrag für linke Politik im Kreistag geleistet. Jetzt werde die Fraktion als Gruppe DIE LINKE mit den beiden Kreistagsmitgliedern Ursula Gossmer und ihm weiterarbeiten. Das seien zwar erschwerte Bedingungen, ermögliche aber gleichwohl konstruktive politische Arbeit. Hierzu bestände die Idee, auf Kreisebene einen „Kommunalpolitischen Arbeitskreis“ zu gründen, der offen sein solle für die Mitarbeit von allen kommunalpolitisch interessierten Mitgliedern der LINKEN wie auch von Bürgern und Bürgerinnen im Rhein-Erft-Kreis, die an linker Kommunalpolitik interessiert seien.
Bezeichnend ist, dass Dedecke auf der am Tag zuvor am Dienstagabend in Kerpen-Sindorf stattgefundenen Kreisvorstandssitzung nicht den Mut gehabt hatte, bereits dort seinen Austritt aus der Fraktion mitzuteilen. Auf dieser von einer Vielzahl von Mitgliedern gut besuchten Sitzung hatte der Kreissprecher Sascha Jügel in Anwesenheit von Willi Dedecke den Vorschlag unterbreitet, dass sich Dedecke und der Fraktionsvorsitzende Decruppe einer Vertrauensabstimmung auf der nächsten Mitgliederversammlung am 06.11.2010 unterziehen sollten. Die Basis der Mitglieder der LINKEN in Rhein-Erft solle in dem Konflikt zwischen den Kontrahenten in demokratischer Weise entscheiden, hatte Jügel seinen Vorschlag begründet. Wer in der Abstimmung unterliege, solle sein Mandat im Kreistag aufgeben.
Zu diesem Vorschlag hatte sich Decruppe positiv geäußert und wörtlich erklärt, dass er sich als Demokrat dem Votum der Mitgliedschaft unterwerfen und aus dem Kreistag ausscheiden werde, wenn er nicht mehr die notwendige Unterstützung in der Mitgliedschaft haben sollte. Demgegenüber hatte Dedecke zu diesem Vorschlag mit keinem Wort Stellung genommen. Offensichtlich war Dedecke zu feige, sich dem Mitgliedervotum zu stellen, und hat aus Angst vor dem Willen der Parteibasis mit seinem jetzigen Fraktionsaustritt versucht, einer für ihn drohenden negativen Mitgliederentscheidung zuvorzukommen.
Angesichts dieses Verhaltens wurde von mehreren Vertretern aus Stadtverbänden angekündigt, statt einer Vertrauensabstimmung einen Antrag auf der Kreismitgliederversammlung am 06.11.2010 einzubringen, dass auch die Basis in Form Mitgliederversammlung einen Parteiausschluss von Dedecke bei der Parteischiedskommission beantragt, so wie bereits die Stadtverbände Bergheim und Wesseling sowie ein Einzelmitglied bereits ein Parteiausschlussverfahren gegen Dedecke beantragt haben
Kreistag lehnt Antrag für einen Ombudsrat für Hartz-IV-Empfängerinnen ab |
Der Kreistag Rhein-Erft hat in seiner Sitzung am 11. März 2010 den von der Linksfraktion und der SPD gemeinsam eingebrachten Antrag auf Einrichtung eines Ombudsrates für Hartz-IV-Empfänger/innen abgelehnt. CDU, FDP und Grüne stimmten dagegen.
Hier geht es zum Bericht des Kölner Stadtanzeigers vom 13. März 2010
Hartz-IV-Empfänger von ARGE bespitzelt? |
Private Firma von ARGE Rhein-Erft beauftragt, um Daten zu ermitteln
Die Fraktion DIE LINKE im Kreistag Rhein-Erft hat in einem Pressegespräch am 28.01.2010 über einen Datenschutzskandal bei der ARGE Rhein-Erft informiert. Zum Artikel im PDF-Format
Vom WDR: Hier geht es zum Bericht des WDR
Von der Kölnischen Rundschau: Hier geht es zum Artikel der Kölnischen Rundschau
Von "Gegen-Hartz.de": Hier geht zum Artikel des Portals "Gegen-Hartz.de"
Nach dem Sozialgesetzbuch haben Antragssteller und Hartz-IV-Empfänger das Recht, über ihre bei der Sozialbehörde gespeicherten Daten unentgeltlich Auskunft zu erhalten. Dieses ist im § 83 SGB X geregelt. DIE LINKE empfiehlt allen, die in den Jahren 2007 bis 2009 Leistungen nach dem SGB II (Hartz-IV) bezogen oder beantragt haben, bei der ARGE Rhein-Erft die Auskunft zu verlangen, ob auch sie von der Fremdfirma bespitzelt wurden.
Hierzu hat DIE LINKE ein Antragsformular zur Auskunft von der ARGE entworfen. Das Formular muss nur noch ausgefüllt und an die ARGE versandt werden.
Wichtig: Vor Absendung unbedingt eine Kopie für die eigenen Unterlagen anfertigen!
Sollten Sie Hilfe benötigen, so wenden Sie sich vertrauensvoll an DIE LINKE und ihre Fraktionen in den Räten oder im Kreistag Rhein-Erft.
Hier geht es zu Antragsformular